"Versetzung" Fernsehspiel 70 Min.
ARD Hessischer Rundfunk 1968
Während der Buchmesse 1966 in Frankfurt am Main tauchten
völlig unerwartet Hans Prescher, der damalige Leiter der
Abteilung Fernsehspiel des Hessischen Rundfunks, sowie sein
Chefdramaturg Dr. Bernt Rhotert am Messestand des Paulus
Verlags auf. Der Verleger Dr. Georg Bitter, der in diesem Jahr
Wolfgang Körners ersten Roman "Versetzung" veröffentlicht hatte, war nicht weniger überrascht als der Autor, als die beiden
Fernsehgewaltigen ihre Absicht bekundeten, dieses Buch für die
ARD zu verfilmen.
Obgleich der Autor unmißverständlich erklärte, dass er noch niemals ein Drehbuch gelesen geschweige
denn ein solches geschrieben habe, beharrten die Dramaturgen auf ihrem Wunsch, der Autor möge
seinen Stoff dramatisieren.

So sehr sich der Autor durch dieses Vertrauen geehrt fühlte: Es wurde selbstverständlich enttäuscht!
Zwar hämmerte Wolfgang Körner länger als ein halbes Jahr unermüdlich auf seiner uralten Olympia und
lieferte eine Drehbuchfassung nach der anderen ab, doch wie immer er die Szenen ausarbeitete, sie
gerieten grundsätzlich zu lang. Irgendwann dürfte man im Hessischen Rundfunk zu der Einsicht gelangt
sein, das geplante Fernsehspiel „Versetzung" dürfe keinesfalls länger dauern als der Spielfilm „Vom
Winde verweht".

Bernt Rhotert setzte sich über das Material, machte ein produktions-fähiges Drehbuch daraus, das der
Regisseur Tom Toelle mit Heinz Meier in der Hauptrolle realisierte.

Als das Fernsehspiel 1968 erstmalig gesendet wurde, schämte sich der Autor gar fürchterlich, doch
schon bei der ersten Wiederholungs-sendung (1970) hatte er sämtliche Kochbücher für Dramatiker
studiert, die es damals hierzulande gab. Das beste dieser Oldies: Gottfried Müller, „Dramaturgie des
Theaters, des Hörspiels und des Films." 1962 Konrad Triltsch Verlag, Würzburg.

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